Sonntag, 8. Januar 2012

Fiji... aus der Sicht eines Touristen

Waehrend meiner Odyssey auf dem Weg nach Fiji habe ich mich einige Male gefragt, ob diese Probleme eventuell Zeichen sind!? Sollten sie mich davon abhalten, dorthin zu reisen? Oder warum ging wirklich alles schief? Nun, ich kam zu dem Schluss, dass ich dieser Inselwelt jetzt erst einmal "eine Chance" geben wollte, um vor Ort zu entscheiden, wie lange ich bleibe und wie es weitergeht. Ich sah auch ein, dass ich mich sehr schlecht fuer diesen Ausflug in den Suedpazifik vorbereitet hatte, denn all die Bestimmungen kann man sehr einfach im Internet nachlesen, und Fluege muss man ja nicht wirklich verpassen, oder? ;-)

Tui, mein Sitznachbar im Flugzeug, lud mich uebrigens ein, seine Familie zu besuchen und Fiji aus der Sicht eines Einheimischen zu erleben. Er selber ist Soldat in Bagdad und kommt nur alle 7 bis 8 Monate mal fuer einen Monat nach Hause. Als er von "Village" sprach, dachte ich an eine kleine Stadt, womit ich jedoch komplett falsch lag... doch davon mehr ein anderes Mal!

Jetzt folgen erst einmal die ersten 10 Tage, von denen ich 4 in Nadi und 6 auf einer Rundreise verbrachte:

Unterkuenfte in Fiji sind sehr teuer. Fuer ein Privatzimmer zahlt man gut und gerne mindestens 50, 60 oder 70 Euro. Wer aber bereit ist, sein Zimmer mit anderen Leuten zu teilen, der bekommt ein Bett im Schlafsaal fuer ca. 15 Euro. Ich goennte mir fuer die ersten Tage auf der Insel ein Doppelzimmer fuer ca. 22 Euro in einem Beach Resort (ohne den Beach nutzen zu koennen, weil der auf der anderen Strassenseite - hinter dem Gebuesch - lag und lt. Hotelpersonal viel zu gefaehrlich sei).

Das Zimmer war eher schlicht und einfach, aber der Pool war irgendwie ganz nett:


2 Tage Dauerregen hielten mich jedoch vom kuehlen, blauen Nass fern... und auch insgesamt war es hier in Fiji viel frischer als in Sued Ost Asien. Der Bikini blieb demnach erst einmal im Schrank!

Meine Stippvisite in Nadi am Tag nach meiner Ankunft, ein Samstag uebrigens, war ueberwaeltigend. Da waren so viele nette Menschen unterwegs... sie gruessten mit einem herzlichen "Bula!!!" und waren so froehlich. Dies schon alleine liess mein Herz schneller schlagen und mich meine Liebe fuer diese Insel entdecken. 

Einen leichten Kulturschock erlitt ich allerdings, als ich feststellte, dass die Geschaefte samstags schon um 16 Uhr schliessen und am Sonntag gar nicht aufmachen. In allen Laendern, die ich seit letztem Januar besucht habe, gibt es kein Wochenende... man kann zu jeder Tages- und Nachzeit einkaufen oder auch essen! Hier in Fiji schlagen die Uhren jedoch anders... und man fuehlt sich - nicht nur, was die Ladenoeffnungszeiten angeht - um Jahrzehnte zurueckversetzt.

Am Montag startete dann meine Happy Happy Rundreise... schon morgens um 8 Uhr, als Emi von Feejee Experience mich im Hotel abholte und zu diesem quietschblauen kleinen Bus brachte, war mir klar: Das wird ein sehr schrilles Erlebnis werden! :-) Im Bus sassen bereits einige Leute, und auch sie waren bester Dinge!

Es regnete Bindfaeden, als wir losfuhren... aber das konnte der Stimmung keinen Abbruch tun! Selbst der "most sexiest Beach", der unser erster Stopp war und sich eher grau in grau praesentierte, war trotzdem irgendwie schoen:
  

Ich hatte meinen Bikini leider unten im Rucksack, denn ich wusste nicht wirklich, was mich auf dieser kleinen Rundreise erwartet. Also sah ich den Anderen beim Baden zu und genoss einfach die wunderschoene Atmosphaere und den tollen Meeresduft.

Die Anderen erklaerten mir dann, was fuer eine Tour wir da gerade begonnen hatten, und ich war mehr als ueberrascht! Mir hatte man in Deutschland das Ganze naemlich als eine Art "Fahrschein" in Form von einem Hopp on Hopp off Ticket mit kleinen Extras (wie z.B. nem Barbeque) verkauft. Tatsaechlich starteten wir jedoch eine actionbepackte 6 taegige Tour, in der wir von morgens bis abends richtig viel sahen und unternahmen. Es war sogar die Unterkunft inklusive!

Unseren naechsten Stopp machten wir bei den Sandduenen, und hier kramte ich dann ein wenig in meinem Rucksack, um halbwegs vernuenftige Kleidung fuer diese Aktion zu finden... diesmal wollte ich nicht einfach zuschauen sondern selbst aktiv werden!!!! :-) 

Und hier bin ich auch schon... auf dem Weg nach unten:



Spassig war's, und der Regen hatte zwischenzeitlich sogar auch aufgehoert! Auf dem folgenden Bild sieht man uebrigens unsere kleine Reisegruppe: 6 Maedels, 1 Luke, Emi und Lisa. Es fehlt leider "Daddy" auf dem Bild, der eigentlich Eliza heisst, 45 Lenze zaehlt und gerade auf sein 12. Kind wartet. Er hat uns mit einer Engelsgeduld in unserem blauen Spassmobil durch die Landschaft geschaukelt!


Der naechste Stopp war ungeplant, und wir mussten ganz lieb (und vor allem oft) fragen, damit wir tatsaechlich anhielten. Es fanden gerade Bootsrennen in Form eines Staffellaufs statt... ein Team bestand aus 4 Kanus, und jeder hatte seine Fans. Die Stimmung war gigantisch! Es wurde viel gefeiert und gesungen!



Hier beisst Sheena gerade in eine ueberdimensionale Banane, die - wie ich spaeter erfuhr - uebrigens Bundi genannt und normalerweise nicht wie eine Banane gegessen wird. Bundi ist die Grundlage fuer viele schoene Desserts, von denen ich gerade mal 2 kennengelernt habe, denn suess ist immer noch nicht meine favorisierte Geschmacksrichtung! ;-)


Ja, und das hier war unsere erste Unterkunft:


Wir (5 Maedels aus unserer Gruppe) hatten diesen Schlafsaal komplett fuer uns alleine und haben uns dort richtig, richtig wohl gefuehlt. Man brauchte nichts wegzuschliessen oder Tueren zu verriegeln, weil dieser Platz ganz einfach friedlich und sicher ist... ein richtiges kleines Paradies!

Der Name der Hotelanlage ist  "Mangobay Resort" ( und auch im Nachhinein meine absolut liebste Unterkunft in Fiji)...




Nach vielen, vielen Wolken bei unserer Ankunft wurden wir dann mit einem traumhaften Sonnenuntergang ueberrascht... das folgende Bild gibt es uebrigens in 6facher Ausfertigung... es sieht fast immer identisch aus, doch die Silhouette ist jeweils anders, denn alle Maedels sind auf die Palme gestiegen! Ich bin richtig stolz! Das war naemlich meine Idee! ;-)



Eine Kava Zeremonie erwartete uns am Abend! Fuer mich sollten uebrigens noch viele Weitere folgen... doch davon erzaehle ich zu einem spaeteren Zeitpunkt. Kava... was ist Kava? Es ist eine Wurzel, die getrocknet und pulverisiert wird, um dann in einem Tuch im Wasser ausgedrueckt zu werden. Heraus kommt ein schlammfarbenes Getraenk, dass leicht den Gaumen betaeubt und minimalst einen Rausch verursacht. Man kann es aber wirklich nicht mit einem Alkoholrausch vergleichen, es wird einem nur ein wenig schwummerig. Lokale Zeremonien dauern uebrigens bis in die Morgenstunden, und es werden einige Liter getrunken.


Das ist unser "Schlafsaal" von aussen:


Die ganze Anlage des Mangobay Resorts ist uebrigens sehr, sehr gruen und die Bungalows grosszuegig darin verteilt. Man kann guenstigstenfalls fuer 15 Euro im Schlafsaal uebernachten, sich fuer gut 19 Euro ein 8-Bett Zimmer teilen oder aber im Garten fuer knapp 75 und am Strand fuer 120 Euro residieren. Das sind uebrigens sehr gaengige Preise in Fiji.


Ja, und so sieht der Hotelstrand aus:





Bester Dinge und bei strahlend blauem Himmel brachen wir dann zu unserem naechsten Abenteuer auf. Die folgenden beiden Bilder zeigen typische Fiji Landschaft und ein Haus, welches ebenfalls exakt in diesem Baustil ueberall zu sehen ist: 


Ein solches Haus laesst sich uebrigens fuer einige wenige tausend Euro schon bauen:


Und dann bogen wir von der Strasse ab und wurden von einigen einheimischen Jungs erwartet, die uns auf unserer nun folgenden Trekkingtour begleiteten:


Wir fuhren - auf der Ladeflaeche sitzend - noch einige Minuten tiefer in die Landschaft hinein... um dann tatsaechlich eigenen Fusses durch die Natur zu marschieren:



Keiner hatte eine wirkliche Vorstellung von unserer Trekkingtour... und so waren groesstenteils weder Kleidung noch Schuhe ideal gewaehlt. Hier wird gerade Rachel durch den Fluss getragen, weil sie nicht komplett nass werden wollte:


Seichteres Gewaesser schafften aber alle tatsaechlich alleine:


Die Landschaft in Fiji ist echt wunderschoen:


Diese arme Rachel bestritt unseren Marsch in Socken, denn sie konnte aufgrund einer Entzuendung an der Ferse keine festen Schuhe tragen... die Steine im Fluss muessen echt weh getan haben!



Und dann erreichten wir unser Ausflugsziel... den Wasserfall:


Hier wurde mit Kreide herumgespielt...



... in hohem Bogen in's Wasser gesprungen...


... auf den Baum geklettert und von dort aus ebenfalls in's kuehle Nass gehechtet...

... oder es wurde einfach geschwommen und die Zeit genossen!


Er hier - mit seinem selbstgebastelten Haarkranz und der Kreide im Gesicht -  sah richtig klasse aus... irgendwie so "urig":


Unsere Trekkingtour fuehrte uns uebrigens durch hohes Gras, Wasser und vor allem durch Matsch... und entsprechend sahen auch meine Fuesse meistens so aus:


Unser Enspurt... einmal hiess es fuer uns noch durch's Wasser zu stapfen...


... und dann erwartete uns zum Abschluss eine kleine Bootsfahrt:

Emi, unsere "Naturburschin":



Die Flusslandschaft:



Und dann kamen wir heraus aus dem Dickicht und landeten am menschenleeren Strand... das gab - zumindest mir - ein absolutes Entdecker Feeling:



"Daddy" wartete schon mit dem Bus auf uns, und wir fuhren schnurstracks zum Uprising Beach Resort, einer sehr schoenen Hotelanlage mit natuerlich traumhaftem Strand:



Auch das Uprising Beach Resort ist richtig gruen, allerdings wurde diese Anlage dichter bebaut. Rechts und links am Wegesrand stehen viele huebsche Bungalows:


Einige von uns goennten sich eine Massage (natuerlich gehoerte ich auch dazu :-..))... dann wurde geduscht, in's Kleine Schwarze geschluepft, um dann... ja, um dann tatsaechlich noch eine Runde Beach Volleyball zu spielen!


Wir haben dann super lecker gegessen, uns noch beim Billard versucht und sind letzten Endes sehr spaet und sehr gluecklich tot in's Bett gefallen. Es war ein gigantischer Tag! Hier haben wir 5 Maedels uns uebrigens einen Familienbungalow geteilt... ein wunderschoenes Holzhaus mit Dusche im Garten... richtig toll!!!

Wie es am naechsten Tag weiterging!!?? Lasst Euch ueberraschen... im naechsten Post!

Montag, 2. Januar 2012

Auf dem Weg nach Fiji...

9 Monate Suedostasien - und viele wundervolle Erlebnisse - lagen hinter mir, als es dann tatsaechlich hiess: Tasche packen und wappnen fuer insgesamt 14 Flugstunden, die mich direkt nach Fiji bringen sollten. "Sollten" stimmt tatsaechlich, denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt... und dabei hatte ich mir echt viel Muehe mit meiner Flugbuchung gegeben... am fruehen Abend ging mein Flieger nach Hongkong, dort wollte ich dann einen Tag in der Stadt verbringen, um dann am naechsten Abend aufzubrechen und ueber Sydney direkt nach Nadi in Fiji zu gelangen. Ich habe keine Ahnung, warum das so ist, aber in Sydney wollte ich gar nicht erst aussteigen... sondern direkt weiterreisen Richtung Inseln. Ja, genau das war mein Plan... und hier folgt nun, wie es tatsaeachlich kam:

Kuala Lumpur, mittags in meinem Hotel, und irgendwas in mir sagte: Fahr doch einfach schon frueher zum Flughafen... ob ich nun meine Zeit im Hotel oder aber dort totschlug, das war doch eigentlich egal. Ich entschied mich dann aber doch fuer das Hotel, auch wenn mein Gefuehl mir sagte, dass ich lieber losfahren sollte. Im Bus Richtung Airport packte ich dann mein Netbook aus, um doch mal auf mein E-Ticket zu schauen und siehe da: ich war gerade dabei, meinen Flug zu verpassen! Mein Herz blieb kurz stehen und raste dann um so schneller los! Da hatte ich doch tatsaechlich komplett falsche Flugzeiten in meinem Kopf und war mir sogar so sicher, dass ich noch nicht einmal einen letzten Blick auf mein Ticket geworfen hatte. Tja, 35 Minuten vor Abflug kam ich dann am Flughafen an, war aber leider schon zu spaet um noch mitzufliegen, und an diesem Tag gab es auch keine weiteren Fluege nach Hongkong. Was tun? Ganz einfach: Kurz aergern und dann nach vorne schauen und mit der neuen Situation klarkommen!!! Ich buchte also ein Hotel in Kuala Lumpur, einen Flug am naechsten Morgen, kontaktierte das Hostel in Hongkong, welches ich aber am Ende auch bezahlen musste... und schwor mir, dass ich ab sofort keinen Flug mehr aus Bloedheit verpassen wuerde (das hatte ich naemlich in Penang auch schon geschafft!)... egal, die Nacht war kurz und ich traute mich kaum zu schlafen, weil ich den naechsten Flieger dann auf jeden Fall erwischen wollte.

Am naechsten Morgen ging ich dann zum Serviceschalter von Malaysia Airlines, um mein neues Ticket zu bezahlen. Nun...ich schaute ganz schoen doof aus der Waesche, als man mir den Preis sagte... denn sie schlugen eine Servicegebuehr obenauf... SUPER!!! das hatte naemlich der nette Herr am Telefon leider nicht erwaehnt... sonst waere ich lieber mit Air Asia geflogen... aber nun war es zu spaet, und mir blieb ja leider keine Wahl! Also zahlte ich und ging - leicht saeuerlich - in Richtung Check In Schalter. Es dauerte eine Weile, doch dann war auch ich an der Reihe, und die nette Mitarbeiterin von Malaysia Airlines nahm laechelnd meine Dokumente entgegen. Ploetzlich laechelte sie nicht mehr, und leichte Sorgenfalten zierten stattdessen ihre Stirn. Sie fragte mich dann, ob ich denn ein Visa fuer Australien haette und ich sagte: "Nein, nein... ich steig da ja gar nicht aus sondern warte im Flughafen auf meinen Anschlussflug nach Fiji!" Daraufhin schuettelte sie wiederum den Kopf und meinte, dass ich offiziell doch einreiste, weil ich naemlich den Anschlussflug separat gebucht hatte und dadurch durch den Zoll muesse, um spaeter bei der anderen Airline wieder einzuchecken. Huch!!?? Echt jetzt? Muede und hilflos dreinschauend wie ich war... hatte sie ein grosses Herz und beantragte mal eben kurz ein Visum fuer mich in Australien. Normalerweise mache sie das nicht oder aber es koste Geld, doch sie mache eine Ausnahme und regele das eben, damit ich mitfliegen kann. Ich bedankte mich tausendfach, war echt happy, und sie laechelte wieder! Ihr Laecheln verschwand dann endgueltig, als ich den von ihr ausgesuchten Platz in der Reihenmitte doch bitte, bitte in einen Gangplatz getauscht haben wollte. Auch das tat sie... aber diesmal konnte sie nicht verbergen, dass ich ihre Nervern ganz schoen arg strapazierte.

Am naechsten Morgen kam ich dann in Sydney an, passierte problemlos den Zoll, gab meine Taschen zur Aufbewahrung ab, schnupperte leicht kuehle Sydney Luft (riecht uebrigens aehnlich wie in Duesseldorf ;-)..), goennte mir ein Fruehstueck, um dann muede - aber guter Dinge - endlich fuer den letzten Flug einzuchecken. Wow... die Warteschlange war riesig!!! Nach ueber einer Stunde erreichte ich dann die nette Mitarbeiterin am Air Pacific Check In Schalter. "Bula, good morning" begruesste sie mich, nahm meinen Pass entgegen und legte los. Sie fragte mich dann nach meinem Ticket, welches mich wieder aus Fiji herausbringe... womit ich ihr natuerlich nicht dienen konnte, denn ich wollte mich ja einfach treiben lassen, Inseln huepfen und dann von wo aus auch immer nach Melbourne fliegen. Huuuuh... da waren sie wieder... die Sorgenfalten, die ich schon aus Hongkong kannte! Ich erklaerte ihr meinen Plan, sie schuettelte daraufhin ihren Kopf und bat mich mitzukommen, denn sie koenne mich ohne ein solches Ticket leider nicht einchecken.

Ganz ehrlich? Nun standen mir die Traenen in den Augen! Das konnte doch nicht wahr sein! Sie brachte mich dann zu einem Herrn, der sich alles anhoerte und dann viele weitere Fragen stellte. Ok... er schaue mal, was er tun kann! Wir gingen zum Verkaufsschalter von Air Pacific, und dort stellte man fest, dass ich kein Visa fuer Australien habe und dass dies die ganze Sache doch arg verkomplizierte, weil man mich ja nicht nach Australien buchen koenne sondern Singapore nehmen muesse, was wiederum alles ein wenig teurer mache. Das war zuviel!! Nun liefen zwei drei Traenchen... ich konnte es echt nicht verhindern! Glen - so hiess der nette Herr - war ganz betroffen... und meinte, ich muesse als Erstes mal zum Amt und mein Visum beantragen, dann braeuchte ich eine Unterkunft, ein Ticket und weiterfliegen koenne ich dann schon zwei Tage spaeter. Er fragte mich, ob ich denn schon einmal in Sydney gewesen waere... ich verneinte und die naechsten Traenen flossen. Ohgottogottogott... das konnte er nun gar nicht mehr mitansehen... er parkte mich also irgendwo an der Seite zwischen und wollte mich dann abholen, wenn er den heutigen Flug abgefertigt und in der Luft hatte. Es dauerte eine halbe Ewigkeit... mein Netbook hatte keinen Saft mehr, meine Augen leider zu viel... und er kam  und kam einfach nicht zurueck. Ich hingegen musste ja noch mein Hotel in Fiji wegen meiner Reservierung kontaktieren und tausend andere Dinge erledigen... also suchte ich ihn. Ja, und in seinem Buero wurde ich fuendig. Ich schaute ihn an und sagte: "Glen, I think I give up and fly back to Malaysia!" "No way!!!!" sagte er, er lasse mich auf keinen Fall nach Malaysia zurueckfliegen... sondern er sorge dafuer, dass ich nach Fiji komme und dort die beste Zeit meines Lebens haben wuerde. Von da an war alles wie im Traum... im Flughafen noch stellte man fest, dass ich doch ein gueltiges Visum habe und dass ich nun ein Jahr lang in Australien ein- und ausreisen kann. Das war also schon einmal geklaert! Er packte mich dann in's Auto, zeigte mir mal eben die Oper und diese beruehmte!? Bruecke, fuhr mich zu mehreren Hostels, um nach einem Zimmer fuer zwei Tage zu suchen, was aber leider nicht funktionierte, weil alle nur ein Zimmer fuer eine Nacht hatten... ja und nach dem gefuehlten hundersten Versuch fragte er dann: " Ist dieses Hostel ok fuer Dich?" "Ja" meinte ich, aber auch hier gaebe es nur ein Zimmer fuer eine Nacht. Ob das Zimmer wirklich ok waere!!?? Ja, schon! Ok... dann solle ich jetzt einchecken und morgen um elf am Flughafen sein... er wolle mich nach Fiji bringen... und zwar am naechsten Tag schon! Alles, was er sich von mir wuenschen wuerde, sei, dass ich ab jetzt wieder laechele und meine kurze Zeit in Sydney geniesse, ich solle unten am Strand nen Kaffee trinken und einfach relaxen und schlafen!

In meinem Zimmer angekommen, stellte ich fest, dass ich keinen Adapter fuer Australien hatte... also zog ich mir etwas Warmes an, um einen solchen zu kaufen...  und genau hier an dieser Stelle folgen nun endlich auch ein paar Bilder!!!! :-)

Den Anfang macht das Foto meines Hostels... und so sieht es von aussen aus:


Das Auto vor der Tuere gehoert sicher dem Besitzer, denn ein Zimmer OHNE eigenes Badezimmer und ohne Handtuch oder Seife oder Sonstiges kostet sage und schreibe 68 Dollar!!!! Dass er von diesen Einnahmen nicht wirklich etwas in's Haus steckt, zeigen die folgenden Bilder, denn die Unterkunft faellt doch eher in die Rubrik "bescheiden":



Ich habe aber gehoert, dass das sogar noch ein guter Preis fuer Sydney ist!!! Unglaublich!!! Was machen denn die armen Backpacker? Die muessen doch definitiv arbeiten, wenn sie in Australien bleiben wollen, denn selbst im Schlafsaal bleibt es richtig, richtig teuer!

Auf der Suche nach einem Adapter, verliess ich dann das Hostel und ging diese Strasse entlang:


Die gleiche Strasse, ein anderer Blick... und dieser zeigt, dass ich nicht gerade in der aermsten Gegend Sydneys wohnte:


Hier in dieser Strasse (sie fuehrt uebrigens zum Strand) gibt es viele schoene, richtig gemuetliche Cafes:


Weiter oben gibt es uebrigens auch einen kleinen Laden, in dem man Alkohol kaufen kann... in den Supermaerkten wird der naemlich nicht angeboten.

Ja... und dann bin ich weitergegangen, um dann ein wenig spaeter auf dieses Schild zu treffen: 


Dafuer, dass das der wildeste und beruehmteste Beach ueberhaupt ist, darf man dort wirklich wenig machen, oder? ;-) Wahnsinn... da jagt ein Verbot das Naechste... aber dafuer ist der Strand schoen sauber und aeusserst ruhig!

Und das isser:


Die Aussentemperatur betrug uebrigens 19 Grad!!! ... und gesurft wurde trotzdem! Ich kam mir vor wie in einem Traum, als ich - dicken Fleece Pullover tragend - in einem Restaurant sass und abwechselnd Leute in dicken Wolljacken und Surfer mit Board und nackten Fuessen die Strasse entlanggehen sah.

Diese Wand habe ich unten am Strand entdeckt:


Ja, und hier sieht man den Blick nach links...


... und dann nach rechts:


Ausser bei Surfern ist dieser Strand auch sehr bei anderen Sportlern beliebt... meist findet man Jogger, oder aber kleine Gruppen treffen sich auf den Wiesen oberhalb vom Strand zum Morgentraining:


Und nach dem Training trifft man sich dann in den Cafes, die direkt unten am Strand zu finden sind:


Die Preise fuer ein Fruehstueck sind abartig hoch, und so trank ich einfach ein Taesschen Kaffee und fruehstueckte spaeter! 9 Monate Asien haben sich dann doch festgesetzt... und 10 Dollar fuer ein bisschen Lachs und ein Blatt Salat auf so etwas Aehnlichem wie ein Broetchen fand ich echt absolut ueberzogen!

Meinen Kaffee genoss ich aber sehr und machte mich dann um 10 Uhr auf den Weg Richtung Flughafen!

Am Flughafen goennte ich mir ein leckeres getoastetes Sandwich und ging dann wieder zum Check In Schalter... um... ja, man soll es kaum glauben, tatsaechlich nach kuerzester Zeit einen Boarding Pass in der Hand zu halten!!! Einen Express Pass bekam ich sogar auch noch dazu!! Wow... jetzt war es tatsaechlich geschafft... bald wuerde ich in den Flieger nach Fiji steigen und am Abend endlich auf der Insel sein!!

Und wem hatte ich das alles zu verdanken? Diesem Herrn hier:


Er scheint ein Engel auf Erden zu sein, denn in der kurzen Zeit, die ich in seiner Gegenwart verbrachte, bedankten sich noch mindestens 5 bis 10 andere Leute, denen er auch irgendwie geholfen hatte. DANKE Glen!!!

Ich flog dann uebrigens in der Business Class nach Fiji... und neben mir sass ein Fijian namens Tui, der dann wiederum den Anstoss fuer das gegeben hat, was meinen Aufenthalt auf der Insel zu einem ganz besonderen Erlebnis machte.

Warum und was genau passierte!!??? Das erzaehle ich dann spaeter in den weiteren Posts, deren es viele geben wird, denn Fiji war sehr, sehr aufregend fuer mich!

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.. auf Reisen und dennoch immer die Heimat im Herzen!

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