Sonntag, 13. Mai 2012

Langkawi... eine Insel zum Wohlfuehlen

Es war Ende Januar, ich total erkaeltet... und eine Entscheidung musste dringend her!! Mein Touristenvisum fuer Kambodscha hatte ich schon fast komplett ausgeschoepft (man bekommt einen Monat und kann noch einmal um einen Monat verlaengern, aber dann muss man definitiv raus!), und ich hatte echt keinen blassen Schimmer, was als Naechstes kommen sollte. Ich hatte mal Plaene, aber die zerschlugen sich innerhalb eines Monats und so galt es, mal wieder auf das Herz zu hoeren und sich fuer neue Ideen zu oeffnen.

Es kam mir in den Sinn, mit dem Bus nach Thailand zu fahren und dort dann erst einmal ein wenig Inselurlaub zu machen... aber ich fuehlte mich echt zu schlapp fuer eine solche Tour. An's Meer wollte ich aber auf jeden Fall, denn das Klima wuerde mir sicher helfen, meine Erkaeltung richtig auszukurieren.

Nun, warum sollte ich nicht einfach direkt nach Malaysia fliegen? Dorthin wollte ich doch sowieso als Naechstes... und einige Leute hatten im letzten Jahr schon angeregt, mal einen Ausflug nach Langkawi zu machen. Die Inseln auf der anderen Seite Malaysias kamen saisonbedingt sowieso nicht in Frage... also was soll's!? Auf nach Langkawi... ein paar Tage an's Meer, und danach wuerde ich dann nach Kuala Lumpur zurueckfliegen. Beschlossen, getan: Ich buchte einfach mal zwei Fluege: Siem Reap - Kuala Lumpur und direkt weiter Kuala Lumpur - Langkawi... ja, das fuehlte sich definitiv gut an!

Tja, ein kleiner Schock kam dann noch hinterher... denn die Unterkuenfte auf dieser Insel sind echt teuer! Ich fand dann ein Guesthouse - direkt am Meer - welches zwar sehr einfach aussah aber irgendwie nett zu sein schien. Dort buchte ich erst einmal fuer 2 Tage ein Zimmer und wollte anschliessend vor Ort nach einer Unterkunft fuer ein paar weitere Tage schauen... so war mein Plan, doch wie so oft im Leben... es kam dann doch ganz anders!

Schon meine Ankunft hielt eine Ueberraschung parat: Es erwartete mich ein sehr netter Guesthousebesitzer in einem kleinen idyllischen Fischerdorf. Auf Anhieb fuehlte ich mich richtig wohl!

Am fruehen Abend ging ich dann zum ersten Mal ueber die kleine Bruecke, von der aus man zur einen Seite diesen Blick hat...  


... und die auf der anderen Seite die Abfahrt der Fischerboote bietet:


Ein paar Schritte weiter hat man dann den Blick auf die Bucht, in der sich auch das Guesthouse befindet. Es ist das Haus neben dem Gebaeude mit dem blauen Dach:


Der kleine Hafen:


Ich war dann mal ein wenig in der Umgebung spazieren und entdeckte diese Wohlfuehloase... sie schien aber noch geschlossen, denn die Kundschaft wartete vor der Tuere:


Kuehe gibt es uebrigens immer und ueberall... und meist laufen sie am Strassenrand entlang, stehen auf der angrenzenden Wiese... oder aber sie machen einfach den Auto- und Motorradfahrern das Leben schwer und springen urploetzlich ganz einfach auf die Strasse... so, wie es auch meiner Nachbarin passiert ist, die mit ihrem Motorrad in eine kleine Kuh fuhr. Die Kuh rannte weg, meine Nachbarin war  total geschockt, aber Beide kamen ohne nennenswerte Verletzungen davon.

Das hier ist der Ausblick von der Veranda meines Guesthouses:


Bei Flut...


Hier der Blick nach links (dort hinten befindet sich uebrigens auch der Flughafen, und ich finde es wunderschoen anzusehen, wenn die Flugzeuge langsam hineingleiten... bzw. Stueck fuer Stueck abheben... manchmal frage ich mich, was die Leute wohl an Erinnerungen mitnehmen, wenn sie in der Maschine sitzen und sich diese so langsam entfernt)...


Zum Abend hin...


Ich konnte mich echt ueberhaupt nicht satt sehen... denn immer sah die Bucht komplett anders aus! Meist hoerte ich leise Musik dazu und schaute einfach hinaus... manchmal, nachts, sind ganz viele Boote draussen und fangen Tintenfisch... man sieht dann eine Reihe von gruenen Lichtern... wie Ampeln sehen die aus.

Aus meinen zwei gebuchten Naechten wurden uebrigens dann doch ein paar mehr, denn dieser Platz war genau das, was ich zu diesem Zeitpunkt brauchte!

Als es mir ein wenig besser ging und meine Erkaeltung endlich abklang, startete ich auch meine erste kleine Erkundungstour. Es gibt einen Strand... ganz in der Naehe... und den wollte ich sehen.

Hier mal ein typisches Bild der umliegenden Landschaft:


Und nach einem ca. 15 minuetigen Spaziergang erreichte ich dann auch den Strand:




Dieser kleine Fels ist ein sehr beliebter Platz zum Angeln:


Mein neu entdeckter Strand hat zwar seine Tuecken, denn es gibt dort viele Steine, aber gerade bei Flut laesst es sich sehr gut schwimmen. Feuerquallen, die angeblich ein Problem sein sollen, habe ich nie angetroffen... Menschen uebrigens auch  fast garnicht, nur ab und an verirrt sich mal jemand dorthin.

Auf dem Weg zum Supermarkt... einfach mal ein Einblick in eine Strasse, wie es sie oftmals hier gibt:


In dieser Strasse wohne ich... hinten links:


Als ich dann wieder vollkommen erholt war, wagte ich auch mal einen groesseren Spaziergang. Mein Guesthousebesitzer meinte, ich braeuchte ca. eine halbe Stunde zu Fuss, um zum naechstgelegenen Hafen zu kommen. Nun... er hatte sich ganz leicht verschaetzt (woher soll er es auch wissen... normalerweise verlaesst hier auf Langkawi niemand das Haus ohne Moped oder Auto), insgesamt brauchte ich dann doch ca. 1 1/2 Stunden, und auf dem Weg habe ich einfach mal ein paar Bilder gemacht:



Dies hier sah in Natura wirklich noch viel, viel schoener aus:


Viele, viele Adler gibt es auf der Insel, und die wohnen in solchen Baeumen:


Kurz vor dem Hafen:


Affen... auch keine Seltenheit... sie sind eigentlich ueberall und scheinen sich an die Menschen gewoehnt zu haben... von mir liessen sie sich auf jeden Fall nicht stoeren:


An diesem Tag hatte ich echt viel "Durchblick"... hier wieder einer:


... und direkt noch einer:


... und hier der Letzte in der Reihe... danach erreichte ich dann aber tatsaechlich den Hafen:


Und der sieht so aus:


Hier ankern einige schoene Schiffe, und es ist auch der Starthafen, wenn man nach Thailand und dort zur Insel Koh Lipe moechte.

Ein paar Fischerboote ganz in der Naehe... nur ein passendes Dorf dazu konnte ich nicht entdecken:


Am Strand der "Reichen und Schoenen"... dieser gehoert zu einer Luxusunterkunft direkt neben dem Hafen:


Und dann fing ich mir ein wenig Beschaeftigung ein:


Und das ging ganz einfach: Ich schlenderte ein wenig durch "vermeintliche" Graeser und sammelte dabei kleine Dornen mit Widerhaken ein, die ich tatsaechlich einzeln wieder aus der Hose herausziehen musste... als ich das Bild schoss, war ich locker schon eine Viertelstunde damit beschaeftigt!

Hier bin ich mal wieder in meinem Dorf... und wie unschwer zu erkennen ist, war gerade Ebbe:



Faszinierend fuer mich... und zwar immer wieder... wie hier Baum und Stein miteinander verwachsen sind:


Als ich mal auf einem der Steine unter dem Baum lag, fielen mir auch diese extrem langen Aeste auf, und ich fragte mich, wie dieser Baum es schafft, sie so ausgestreckt zu lassen, ohne dass sie abbrechen. Also wenn ich meine Arme ausstrecke, geht das echt nur fuer eine gewisse Zeit gut, und danach fallen sie automatisch herunter. Na ja, er wird schon wissen, was er da tut! Schliesslich macht er das ja nicht erst seit gestern! ;-)

Der Boulevard zu meinem Privatstrand... hier habe ich wirklich noch niemanden getroffen, denn um dorthin zu kommen, muss man sich ueber die Steine hangeln:


Ein wunderbares Farbspiel... es mischen sich der pechschwarze Sand mit dem Weissen:


Ein Bild vom hinteren Ende des kleinen Strandes, den ich allerdings kaum noch besuche, denn ein paar Hunde haben ihn auch fuer sich entdeckt und verteidigen ihr Revier sehr lautstark:


Der Ueberblick... es ist wirklich schoen dort:



Dieser Weg fuehrt hinter dem Guesthouse entlang:



Hier haben die Leute saemtliche Fruechte, die sie moegen, in ihrem eigenen Garten. Entsprechend wenig wird leider auch in der naeheren Umgebung zum Kauf angeboten:


Nach drei Wochen zogen dann tatsaechlich auch mal Wolken auf... und die waren ganz besonders dunkel:


Ein Bekannter lud mich zwischendrin mal zu einer Spritztour ein... wir fuhren mit dem Moped in den Norden der Insel, und zu meiner grossen Ueberraschung entdeckte ich dann Folgendes:

Auf Langkawi gibt es Industrie... das, was man hier sieht, ist eine Zementfabrik:


Und ein Blick in die andere Richtung zeigt wiederum den schoensten Strand:


Ein paar Kurven weiter gibt es diesen Strand... und zur Abwechslung wurde der sogar mal von einigen Leuten benutzt:


Eine der schoensten Badebuchten findet man im aeussersten noerdlichen Zipfel... Tanjung Rhu heisst diese Ecke, und Bilder sagen mehr als tausend Worte:





Ja... und wie man sieht, gehoert auch Tanjung Rhu nicht unbedingt zu den meistbesuchtesten Straenden! ;-) Ich glaube, der Grossteil der Leute, die hier auf der Insel Urlaub machen, ist in Pantai Chenang (im Sueden der Insel) zu finden... irgendwo muessen sie ja schwimmen gehen... oder? ;-)

Und wer es vermisst hat.... hier mal wieder ein, zwei Bilder meiner heissgeliebten Bucht:



Und genau hier an dieser Stelle stellt sich mir die Frage: Gibt es noch etwas Anderes als diese Bucht in meinem Leben???



Ein Gewitter zog mal wieder auf... und faerbte den Himmel leicht orange, gelb, rosa... oder was auch immer das fuer eine Farbe darstellt. Die Daecher gehoeren uebrigens zu den Nachbarhaeusern:


Neben den Scharen von Katzen und Affen gibt es auch sehr viele Tauben. Sie leben unter den Daechern der alten malayischen Haeuser:


Der Blick ueber das Dorf und auf die angrenzenden Huegel:


Ein typisches Haus hier hat uebrigens zwei Geschosse, wobei das Erdgeschoss steinern ist und das Obere dann aus Holz.

Es zieht mal wieder ein gewaltiges Gewitter auf:


Mit Regina, einer Nachbarin, machte ich dann einen Ausflug... "Inseln huepfen" stand auf dem Programm! Nun ja... wie sage ich es mit "netten" Worten!? Ach... ganz einfach:

Das kann man sich auf jeden Fall sparen!!! :-)

Entsprechend hab ich auch kaum Fotos gemacht, denn die Tour hatte wenig Interessantes oder Schoenes zu bieten. Das hier war bei unserem ersten Stopp... wir besuchten den "Lake of the pregnant maiden" also quasi den See der schwangeren Jungfrau. Kristallklares Wasser gab es dort, aber das war es auch schon. Man erreicht ihn uebrigens nach einem ca. 5 bis 10 minuetigen Fussmarsch:


Die Anlegestelle unseres Bootes:


Zwischendrin waren wir an einer Stelle, wo die Adler gefuettert werden und deshalb waren da natuerlich entsprechend viele Tiere. Ein vernuenftiges Foto bekam ich leider nicht hin, denn sie waren zu weit weg fuer meine Kamera.

Einen Badestopp machten wir auch... und ausser uns noch viele andere Leute, denn jegliche "Island Hopping Tour" sieht gleich aus, und alle huepfen genau hier in's Wasser.

Einen merkwuerdigen Willkommensgruss haelt das Inselchen allerdings parat! ;-)


Nun... aus unserer Gruppe hat niemand getestet, ob sie tatsaechlich haelt! ;-)

Hier ein Blick zur anderen Seite... dort, wo nicht gebadet wird:


Und da wir fast das letzte Boot waren, was an diesem Tag wieder abfuhr, bekam ich sogar noch die Gelegenheit, einen fast menschenleeren Strand zu fotografieren:


Die juengste Teilnehmerin:


Knapp 4 Stunden dauerte das Ganze, und wir hatten - dank unserer eigenen Gesellschaft - trotz allem eine sehr gute Zeit. Ich wuerde es aber wirklich keinem empfehlen, denn prinzipiell ist der Ausflug sehr langweilig, hat wenig zu bieten und reine Geldverschwendung.

Meine neueste Leidenschaft:


Und das hier ist das Werk meines neuen Doktors... aus Korea stammt er und konzentriert sich bei der Akupunktur komplett auf die Haende:


Die Nadeln in den Fingerkuppen sind echt "doof"... denn die tun beim Einstechen und auch beim Herausziehen ganz schoen weh:


Mensch... ich habe ja schon lange kein Bild mehr aus meiner Bucht gezeigt:


Das war jetzt aber auch wiklich das Letzte... versprochen!!!

Abschliessend habe ich noch ein paar Impressionen aus meinem Dorf:



Unsere neue Moschee, die gerade eroeffnet wurde... sie ist uebrigens bei mir um die Ecke und gut zu hoeren ;-):


Abends am Meer:


Und hier in dieser Reihe bewohne ich gerade ein Zimmer und bin auf der Suche nach einem Haeuschen... natuerlich mit Blick auf's Meer!!! :-)


... denn von dem kann ich einfach nicht genug bekommen!!! Es sieht immer anders aus, und vermittelt mir so viel Ruhe und Frieden:



Ja... und mit diesem Bild moechte ich mich auch fuer heute verabschieden!

Aus den geplanten "paar Tagen" sind mittlerweile mehrere Monate geworden, und ich habe auf Langkawi so etwas wie ein Zuhause weit weg von Zuhause gefunden. Hier fuehle ich mich wohl... und hier habe ich eine schoene Basis, von der aus sicher noch viele Erkundungstouren durch Asien folgen werden.

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